6. Internationales Berliner Bierfestival 2002

Reif fr das Guinnessbuch der Rekorde

Mehr als 500 000 Besucher aus dem In- und Ausland strmten zum  6. Internationalen Berliner Bierfestival

Das war das erfolgreichste unserer bisher sechs Internationalen Berliner Bierfestivals, schtzte PRSENTA - Chef Lothar Grasnick ein, nachdem am 4. August die Pforten des dreitgigen Super-Events auf der Berliner Karl-Marx-Allee geschlossen wurden. Das Ergebnis  ist wahrscheinlich kaum noch zu toppen. Mehr als 500 000 Besucher aus dem In- und in deutlich sichtbarer Form auch aus dem Ausland hatten dem Lngsten Biergarten der Welt ihre Visite abgestattet. Rund 200 Brauereien aus 75 Lndern - darunter erstmals aus Polen und dem Baltikum - prsentierten bei ausgezeichnetem Biergartenwetter an die 1600 verschiedene Bierspezialitten. All diese Faktoren zusammen bewirkten einen neuen Berliner Bierfestival-Rekord, der durchaus Chancen hat, auch in das berhmte Guinnessbuch aufgenommen zu werden.

Gambrinus alias Eberhard Schollmeier, die Symbolfigur der beliebten Gerstensaft-Meile, traf den Nagel auf den Kopf, als er meinte: Die Idee, in diesem Jahr die schsische Brauereikunst in einem groen Schrebergarten in den Mittelpunkt des Festivals zu stellen, war ein Volltreffer. Kein Wunder, stammt doch die Prsidentin des Bundesverbandes mittelstndischer Privatbrauereien e.V., dem ideellen  Trger der Berliner Veranstaltung, ebenfalls aus dem auch so bierigen Freistaat.

Unter den zahlreichen internationalen Journalisten, die im Fernsehen, Rundfunk und in den Printmedien von den drei ereignisreichen Tagen berichteten, befand sich auch ein TV-Team von Rudy Maxa aus dem US-amerikanischen Seattle. Wir sind auf einer Reportagereise in Deutschland unterwegs gewesen und freuen uns, dass wir zum Abschluss ein solches  Highlight filmen konnten.  Krzystof Zurawski vom polnischen Fachblatt Pivaria, stndiger Gast auf dem Bierfestival, registrierte mit Genugtuung, dass sein Land diesmal Premiere auf der Karl-Marx-Allee hatte. Ich mchte dazu beitragen,  dass im nchsten Jahr weitere polnische Brauereien hier vertreten sind, versicherte er.


Festivalbiere 2002 waren

Bauers Schwarzes

Das schwarze Festivalbier 2002 stammt aus der schsischen Familienbrauerei ERNST BAUER, der einzigen Privatbrauerei Leipzigs. Bauer`s Schwarzbier zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht so hopfenbitter, wie ein Pilsner schmeckt; es ist ein krftig dunkles Vollbier mit malzherb-frischem Geschmack und der guten Laune auf seiner Seite. Nicht gefrbt, sondern durch Verwendung von Spezialmalzen erhlt dieses Bier auf natrliche Weise whrend des Brauprozesses sein angenehmes krftig schwarzes Aussehen. Es schmeckt daher auch nicht brenzlig!

Die schwrzeste Spezialitt Leipzigs fr Bierkenner mit dem gewissen Mehr an Anspruch. Ein Bier mit Stil - Im Trend der Zeit!

Karl May Fest-Pils

Karl May zu Ehren haben wir ein Premium-Pils aus erlesenen Premium - MalzenKarl May-Festpils und edlem Hopfen gebraut, das durch harmonischen feinwrzigen Geschmack mit einer aromatischen Hopfenbittere besticht. Ein geglckter Wurf fr Genieer. Ein typisches Qualittsbier der Glckauf-Brauerei. In diesem Sinne mchte ich Karl May gren und einem Ausspruch von ihm aus  Old Shatterhand Band III bringen, der besonders zu unserer Festivalmeile passt:

...wir trinken keinen Schnaps, habt ihr denn kein Bier?

Sehr gutes sogar

So bringt zwei Tpfe voll; aber gro mssen sie sein!

Hammerdull setzte das Glas an und trank es in einem Zuge aus. Als Pitt Holbers dies sah, leerte er das seinige auch bis auf die Nagelprobe. Was meinst du, wollen wir nochmals eingieen lassen? Wenn du denkst, Pitt, das wir daran nicht ersaufen, so habe ich nichts dagegen, es schmeckt besser als Savannenwasser!


Motto 2002:

Die Biere Sachsens - Sachsenbier genieen wir


Pressestimmen zum
6. Internationalen Berliner Bierfestival

Bier kann auch nach Banane schmecken

Mehr als 500 000 Besucher beim 6. Internationalen Bierfestival / Schlgerei mit Rechtsradikalen

Am Sonntag war alles wieder friedlich auf dem 6. Internationalen Bier-Festival an der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain. Von der Schlgerei zwischen einer Gruppe Rechtsradikaler und der Polizei am Sonnabendabend zeugt nur noch eine Bierbank, von der eine ganze Ecke abgebrochen ist. Familien, alte und junge Menschen schlendern zwischen den Stnden, lassen sich auf den schmalen Holzbnken nieder und trinken Biere mit so einfallsreichen Namen wie "Mord und Totschlag" oder "Wladimir II. Monomach" aus Russland.

Rund 180 Brauereien aus 75 Lndern haben an diesem Wochenende an die 1 600 Biersorten angeboten. Laut Veranstalter kamen mehr als eine halbe Million Besucher. Das Festival stand unter dem Motto "Die Biere Sachsens". Zwei Biere aus dem Bundesland - "Bauer s Schwarzes" und "Karl May Fest Pils" waren die speziellen Festivalbiere. Neugierig beugt und von vielen auch probiert waren nach afrikanischem Rezept in Belgien gebraute Biere mit Bananen- oder Passionsfruchtgeschmack namens Dju Dju. Noch kann man sie in Berlin nirgendwo kaufen, bald aber sollen sie im "Slumberland" in Schneberg ausgeschenkt werden. Dass nicht jedes Bier unbedingt innerlich angewandt werden muss, war an dem Stand von Kloster Neuzelle in Brandenburg zu erfahren. Hier gab es ein so genanntes Badebier mit Kruterzustzen zu kaufen, das man trinken, aber auch ins Badewasser schtten kann.

Die Gastwirte waren mit dem Geschft zufrieden. Einige, wie Dieter Huth von der Landskron-Brauerei in Cottbus, hatten sogar den Eindruck, dass es noch besser lief als in den vergangenen Jahren. Nur mit den ffnungszeiten sind viele nicht zufrieden. "Berlin will Grostadt werden, und wir mssen um 23 Uhr zumachen", sagte Huth. "Bei jedem Dorffest machen wir durch bis um zwei."

Einige der Festival-Besucher waren brigens nicht nur zum Vergngen da, sondern um Bierdeckel oder auch Etiketten zu sammeln, die zu Hause ins Album geklebt werden. An den Stnden war man von der groen Nachfrage teilweise berrascht. Die schsische Brauerei Glckauf zum Beispiel hatte von rund 800 mitgebrachten Bierdeckeln am Sonntagvormittag nur noch ein Huflein brig.

Berliner Zeitung 05.08.2025


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7.

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